Sandra Gugić, geboren 1976 in Wien, ist eine österreichische Autorin serbischer Herkunft. 2009 begann sie zu schreiben. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2012 gewann sie den Open Mike. Ihr erster Roman Astronauten erschien 2015 und erhielt den Reinhard-Priessnitz-Preis. 2019 erschien ihr Lyrikdebüt Protokolle der Gegenwart im Verlagshaus Berlin. Zuletzt wurden ihr das Stipendium des Berliner Senats und das Heinrich-Heine-Stipendium zugesprochen. Sandra Gugić lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin.
© Dirk Sciba
Verlag Hoffmann und Campe
Was heißt es, aus einem Land zu kommen, das es nicht mehr gibt? Die Fotografin Billy Bana ist eine moderne Nomadin, die ihre Herkunft scheinbar hinter sich gelassen hat. Als ihr Vater stirbt, wird Billy von der Vergangenheit eingeholt, ihrem Aufwachsen als Gastarbeiterkind in Wien: Was wurde aus den Träumen ihrer Eltern? Warum kam es zum Bruch mit ihrer Familie? Und wie konnte ihr kleiner Bruder bloß spurlos verschwinden? Ein Familienroman über Freiheit und Verantwortung, Liebe und Verlust, Herkunft und Selbstbestimmung.
Die Buchmesse bedeutet für mich, dass ich nach fünf Jahren Arbeit einen Roman in die Welt bringen kann, für den ich mich intensiv mit Fragen und Themen auseinandergesetzt habe, die uns aktuell betreffen: dem Entstehen von Nationalismen, sozialen Prägungen, gesellschaftlichen Zuschreibungen und damit auch ein Stück weit meine eigene Geschichte befragt habe. Ich freue mich rasend.
Da wähle ich die direkte Ansprache: Liebe Leser*innen, seid und bleibt wach, mutig, offen, neugierig. Traut Euch Texte zu! Poetisiert Euch!
Um es mit John Cage zu sagen: Das ist eine sehr interessante Frage, ich möchte sie nicht mit einer Antwort verderben. Lest selbst!
Jedes Chaos ist bewältigbar. Solidarität ist lebbar. Liebe und Mitgefühl sind der Kitt unserer Gesellschaft. Und das Gegenteil von all dem. This too shall pass.