Die Autorinnen und Autoren

Shikiba Babori

Autor:in

Shikiba Babori

Shikiba Babori wurde in Kabul geboren und kam Ende der 70er Jahre mit ihrer Familie nach Deutschland. Nach Afghanistan kehrte sie zum ersten Mal im Jahr 2003 zurück. Seitdem reiste die Journalistin und Ethnologin regelmäßig in die Heimat ihrer Vorfahren und berichtete in zahlreichen Reportagen von den Entwicklungen dort. Seit dem Abzug der Nato im August 2021 wurde sie zur Stimme der afghanischen Frauen in den deutschen Medien. Sie bildete Journalist:innen in Afghanistan aus und hat das afghanisch-deutsche Reporter:innen-Netzwerk Kalima-News gegründet.

©  Frank Rossbach

Die Afghaninnen. Spielball der Politik

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Die Afghaninnen. Spielball der Politik

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Das Schicksal der afghanischen Frauen ist schon immer eng mit den politischen Interessen der jeweiligen Machthaber im Land verknüpft. Sie müssen als Eigentum, Druckmittel oder Alibi herhalten, um Politik zu rechtfertigen.

Afghanistanexpertin Shikiba Babori zeigt, welche Rolle Frauen in der afghanischen Gesellschaft zugewiesen wird. Sie blickt in Geschichte und Gegenwart, hat in weiten Teilen des Landes Gespräche geführt und präsentiert nun ein hochaktuelles, erschütterndes Bild. Ihr Buch ist ein Appell, weiter hinzusehen und zu handeln.

"Shikiba Babori gehört zu den klarsten Stimmen gegen die Frauenunterdrückung im Taliban-Kalifat." Emma

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr Buch?

Es muss aufhören, dass afghanische Frauen immer als Eigentum, Druckmittel oder Alibi herhalten müssen, um das Handeln der Männer zu rechtfertigen und für deren politische Interessen instrumentalisiert zu werden.

Welchen Song haben Sie im Ohr, wenn Sie an die Buchmesse denken?

Keinen Song, vielmehr höre ich das Geräusch einer Buchseite, die umgeschlagen wird.

Was haben Ihnen Bücher in der Kindheit und Jugend bedeutet?

Ruhe und Frieden.

Was dürfen wir hoffen?

Es wäre zu hoffen, dass sich die Geschichte in Afghanistan nicht wiederholt. Dies gelingt, wenn der Westen Verantwortung übernimmt und den Blick von Afghanistan nicht abwendet. Denn sonst könnte sich eine ähnliche Situation wie damals nach dem Abzug der sowjetischen Militärs 1989 einstellen. Die USA und der Westen schenkten damals dem fortdauernden Bürgerkrieg keine Beachtung, extremistische Gruppierungen aus unterschiedlichen Ländern fanden in Afghanistan ein perfektes Refugium.

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