Die Autorinnen und Autoren

Barbara Stollberg-Rilinger

Autor:in

Barbara Stollberg-Rilinger

Barbara Stollberg-Rilinger ist seit 2018 Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie wurde für ihre Forschungen mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, dem Preis des Historischen Kollegs und mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Für "Maria Theresia" wurde sie 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sie zählt zu den bedeutendsten Historikerinnen unserer Zeit.

©  Maurice Weiss

Tyrannen. Eine Geschichte von Caligula bis Putin

Aktuelles Buch

Tyrannen. Eine Geschichte von Caligula bis Putin

C.H.Beck

Was haben Verbrecher wie Putin und Assad und Finsterlinge wie beispielsweise Idi Amin oder Erdogan mit klassischen historischen Bösewichten wie Caligula, Nero, Richard III. oder Ivan dem Schrecklichen gemeinsam? Haben sie überhaupt etwas gemeinsam - außer dem Umstand, dass sie alle als "Tyrannen" oder "Despoten" bezeichnet werden?

Die zwanzig hier versammelten präzisen und spannenden Portraits ausgewählter Protagonist:innen - entworfen von renommierten Historiker:innen - zeigen, dass die Antwort auf diese Frage nicht leichtfällt. Denn "Tyrannei" und "Despotie" sind keine neutralen empirischen Begriffe, sondern vielmehr Werturteile, politische Argumente. Als Tyrannen und Despoten bezeichnet man Machthaber, von denen man sich abgrenzen, gegen die man Widerstand organisieren, derer man sich entledigen oder gegen die man Krieg führen will.

In diesem Buch geht es daher nicht einfach um die Frage, ob eine Person wirklich ein Despot oder Tyrann war, sondern vielmehr darum, warum und von wem jemand so wahrgenommen und bezeichnet wurde. Eine Geschichte der Tyrannen ist - wie sich zeigen wird - stets auch eine Geschichte der sich wandelnden Vorstellungen von unrechter Herrschaft, und es ist eine Geschichte der Konflikte um die politische Deutungshoheit über diese Frage.

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr Buch?

Jede Zeit hat ihre eigenen Tyrannen.

Welchen Song haben Sie im Ohr, wenn Sie an die Buchmesse denken?

„Take a Walk on the Wild Side.”

Was haben Ihnen Bücher in der Kindheit und Jugend bedeutet?

Bücher haben meine Vorstellungskraft beflügelt, mein Selbstbewusstsein gestärkt, meine Empathie-fähigkeit geweckt.

Was dürfen wir hoffen?

Dass die Menschheit sich im letzten Moment ihrer Vernunftbegabung besinnt.

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