Moritz von Uslar

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Moritz von Uslar

Moritz von Uslar, geboren 1970 in Köln, war Redakteur beim sz-magazin und beim SPIEGEL und arbeitet heute als Reporter und Interviewer bei der Zeit. Ausgewählte Veröffentlichungen: "Auf ein Frühstücksei mit ..."(2017), "Deutschboden. Eine Teilnehmende Beobachtung"(2010) wurde mit dem Fontane-Preis der Stadt Neuruppin ausgezeichnet und von André Schäfer fürs Kino verfilmt (2014).

©  Till Helmbold

Nochmal Deutschboden Meine Rückkehr in die brandenburgische Provinz

Aktuelles Buch

Nochmal Deutschboden Meine Rückkehr in die brandenburgische Provinz

Kiepenheuer & Witsch

ET: 5.3.2020 | ISBN: 978-3-462-05325-8 | Hardcover | 336 Seiten | 22 EUR

Deutschland im Frühjahr und Sommer 2019: Die AfD wird zur Volkspartei im Osten. Merkel hat Zitteranfälle. Vor zehn Jahren besuchte Moritz von Uslar der Kleinstadt Zehdenick, Landkreis Oberhavel. Nun kehrt er zurück, er bleibt vier Monate und (wie in "Deutschboden"). Er sitzt in illegalen Kneipen, in Wohnzimmern und in Getränkemärkten. Er notiert mit oder lässt das Aufnahmegerät laufen. Das Urgestein Blocky, der Kneipenmann Heiko Schröder und die tätowierten Punks Raul und Eric tauchen wieder auf, neues Personal tritt nach vorne: die Bäckersfrau Katharina, das Barmädchen Pretty Baby, ein linker Skinhead, der in den 1990er-Jahren vor den rechten Glatzen fliehen musste. Anders als vor zehn Jahren ist der Reporter in der Kleinstadt aber kein Fremder mehr, und sehr schnell wird klar: Das ist hier nicht mehr das Deutschland, das es vor zehn Jahren war. Der Ton zwischen den Bewohnern hat sich verschärft. "Wenn du noch mal in unsere Stadt kommst, dann musst du ein politisches Buch schreiben", hatte Raul, einer der Protagonisten, dem Reporter erklärt. Wer Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall verstehen möchte, sollte Moritz von Uslar auf seine Reise folgen. Wird nicht nur lustig dieses Mal.

 

 

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