Helmut Böttiger

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Helmut Böttiger

Helmut Böttiger studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg. Er promovierte über Fritz Rudolf Fries und die DDR-Literatur. Nach verschiedenen Stationen als Kulturredakteur, u.a. bei der Frankfurter Rundschau, lebt er seit 2002 als freier Autor in Berlin. Über Celan veröffentlichte er "Orte Paul Celans" (1996), "Wie man Bücher und Landschaften liest" (2006) und "Wir sagen uns Dunkles" (2016). Sein Buch "Die Gruppe 47" wurde mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

©  Cordula Giese

Celans Zerrissenheit. Ein jüdischer Dichter und der deutsche Geist

Aktuelles Buch

Celans Zerrissenheit. Ein jüdischer Dichter und der deutsche Geist

Galiani Berlin

ET: 5.3.20 ISBN: 978-3-86971-212-3 | 208 Seiten | Hardcover | 20 EUR

Zum 50. Todestag Celans am 20. April wirft Helmut Böttiger einen neuen Blick auf den Dichter: Von den Rechten, die ihn faszinierten, abgelehnt; von Linken bewundert, die ihn missverstanden. Während mit Heidegger, Jünger etc. die konservativen Vertreter des Deutschen Geists Celan ablehnten, waren dessen Verehrer Böll, Grass, Enzensberger dem Dichter fremd.

Zum "Schmerzensmann" und in die Rolle des "jüdischen Opfers" stilisiert; wurde der Dichter zum "idealen Vehikel für die allgemeine Verdrängung" (Böttiger), seine Todesfuge wurde Pflichtlektüre, der Rest des Werks trat dagegen zurück.

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