Pavel Kohout

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Pavel Kohout

Pavel Kohout, 1928 in Prag geboren, ist als Schriftsteller und Dramatiker international bekannt geworden. Als einer der Wortführer des "Prager Frühlings" von 1968 wurde er aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen und über zwanzig Jahre totgeschwiegen. Mitverfasser der "Charta 77", daraufhin 1979 ausgebürgert. Zu seinen bekanntesten Werken gehören: "August August, August" (1968); "So eine Liebe" (1969); "Wo der Hund begraben liegt" (1987) und "Sternstunde der Mörder" (1995). Bei Osburg erschienen "Die Schlinge" (2009) und "Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel" (2010) und "Der Fremde und die schöne Frau" (2011). Pavel Kohout lebt heute in Wien und Prag.

©  Jan Zátorský

Aus den Tagebüchern eines Europäers

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Aus den Tagebüchern eines Europäers

Osburg

In Kohouts Leben spiegeln sich die Brüche seines Jahrhunderts wider: In jungen Jahren war er überzeugter Kommunist, KP-Mitglied und meistgespielter Stückeschreiber der ČSSR, später wurde er einer der Wortführer des Prager Frühlings und Dissident, den man aus der Partei ausschloss und des Landes verwies. In den ausgewählten Herzstücken seiner literarisch und spannend erzählten Lebensberichte lässt er die entscheidenden politischen Ereignisse Revue passieren, die in seine Existenz eingriffen und in die er selbst eingriff. Er beschreibt seinen Kampf gegen den Totalitarismus, für Freiheit und Demokratie mitsamt den ihren Akteuren. Als Theaterautor arrangiert er seine Geschichte wie ein Bühnen-stück und tritt mit seinen Lesern in einen Dialog. So ist es das eindrucksvolle Vermächtnis, das Pavel Kohout seinen Lesern übergibt. 

ET: 26.02.2019 | Aus dem Tschechischen von Silke Klein u.a. | ISBN 978-3-95510-182-4 | Gebunden | 580 Seiten | 28 EUR