Masha Gessen

Autoren

Masha Gessen, USA

Masha Gessen, geboren 1967 in Moskau, emigrierte 1981 mit ihrer Familie in die USA und kehrte 1994 nach Russland zurück. Sie schrieb dort für russische und amerikanische Printmedien. Wegen der Homophobie-Gesetzgebung übersiedelte sie 2013 mit ihrer Frau und den beiden Kindern nach New York. Gessen schreibt für das Magazin The New Yorker und ist Autorin zahlreicher Bücher, u. a. der Enthüllungsbiographie über Putin, "Der Mann ohne Gesicht" (2012). Ihr Buch "Die Zukunft ist Geschichte" wurde in den USA 2017 mit dem National Book Award der Kategorie Nonfiction ausgezeichnet. 2019 wird sie mit dem Leipziger Buchpreis für europäische Verständigung ausgezeichnet.

©  Tanya Sazansky

Die Zukunft ist Geschichte - Wie Russland die Freiheit gewann und verlor

Aktuelles Buch

Die Zukunft ist Geschichte - Wie Russland die Freiheit gewann und verlor

Suhrkamp

Russland, 1980er Jahre bis in die Gegenwart: Ein Land, das sich öffnete, hat sich wieder verschlossen. Eine Gesell-schaft, die zu Emanzipation, Freiheit und Selbsterkenntnis aufgebrochen war, leidet heute unter Bevormundung und Repression. Wie konnte es dazu kommen? Die Frage hat Masha Gessen nicht losgelassen, und sie packt auch die Leser. Im Zentrum stehen vier Menschen der Generation 1984. Sie kamen in die Schule, als die Sowjetunion zerfiel, und wurden unter Präsident Putin erwachsen. Junge Leute aus unterschiedlichen sozialen und familiären Verhältnissen: zum Beispiel Zhanna, deren Vater Boris Nemzow, ein prominenter Reformer, mitten in Moskau erschossen wurde. Oder Ljoscha, der als schwuler Dozent seine Stelle an der Uni Perm verliert. Die große Erzählung von Aufbrüchen und gescheiterten Hoffnungen der Jungen wird flankiert von den Bildungsgeschichten des liberalen Soziologen Lew Gudkow, der Psychoanalytikerin Marina Arutjunjan und des rechtsnationalistischen Philosophen Alexander Dugin.

ET: 2018 | Aus dem Englischen von Anselm Bühling | ISBN: 978-3-518-42842-9 | Gebunden | 639 Seiten | 26 EUR