Juan Moreno

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Juan Moreno

Juan Moreno, geboren 1972 in Huércal-Overa (Spanien), arbeitete zunächst für den WDR, dann von 2000 bis 2007 für die "Süddeutsche Zeitung". Seitdem ist er als Reporter für den "Spiegel" in aller Welt unterwegs. Er hat mehrere Bücher verfasst, zuletzt die Biographie "Uli Hoeneß. Alles auf Rot" (2014).

©  Mirco Taliercio

Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus

Aktuelles Buch

Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus

Rowohlt Berlin

ET: 17.09.2019 | Broschur | 288 Seiten | ISBN: 978-3-7371-0086-1288 | 18 EUR Es war der größte Fälschungsskandal seit Jahrzehnten: Ein Reporter des "Spiegel" hatte Reportagen und Interviews aus dem In- und Ausland geliefert, bewegend und oftmals mit dem Anstrich des Besonderen. Sie alle wurden vom "Spiegel" und seiner legendären Dokumentation geprüft und abgenommen, sie wurden gedruckt, und der Autor Claas Relotius wurde mit Preisen geradezu überhäuft. Aber: Sie waren - ganz oder zum Teil - frei erfunden. Juan Moreno hat, eher unfreiwillig und gegen heftigen Widerstand im "Spiegel", die Fälschungen aufgedeckt. Hier erzählt er die ganze Geschichte vom Aufstieg und Fall des jungen Starjournalisten, dessen Reportagen so perfekt waren, so stimmig, so schön. Claas Relotius schrieb immer genau das, was seine Redaktionen haben wollten. Aber dennoch ist zu fragen, wieso diese Fälschungen jahrelang unentdeckt bleiben konnten. Juan Moreno schreibt mehr als die unglaubliche Geschichte einer beispiellosen Täuschung, er fragt, was diese über den Journalismus aussagt.

"Das Buch ist spannend, aber nicht voyeuristisch, klug, aber nicht besserwisserisch, lang, aber nicht langatmig, dokumentarisch, aber nicht trocken. Es ist ein gutes Buch." Süddeutsche Zeitung

"Sein Buch wird man auch nach Jahren noch lesen - als Musterbeispiel des investigativen Medienjournalismus, als meisterhafte Analyse menschlicher Manipulationsanfälligkeit und als erschütternde Parabel über den Felix Krull des literarischen Journalismus." Neue Zürcher Zeitung

"Es liest sich wie ein Krimi, es ist so dramatisch und unwahrscheinlich, als ob es sich jemand wie Relotius ausgedacht hätte. Doch diese Geschichte stimmt.Frankfurter Allgemeine Zeitung"Keine Anklage, sondern ein journalistischer Krimi und eine kluge Reflexion über den Journalismus. Morenos Buch ist außerordentlich lesenswert." Welt am Sonntag

"Es war Ende 2018 nicht der SPIEGEL mit seiner Recherchepower, der Claas Relotius des Betrugs und der Lüge überführte. Es war Juan, der freie Reporter. Und dafür hat er seine berufliche Existenz riskiert. Fakt ist: Wir haben ihm viel zu lange nicht geglaubt." Spiegel Online

"Moreno gelingt es, den sich zuspitzenden Konflikt temporeich zu erzählen, dabei seine eigene Rolle zwar subjektiv, aber ohne Larmoyanz zu beschreiben." Die Welt