Statt Jubiläumsauftritt in Leipzig: #DasBlaueSofaDigital mit 20 Autorinnen und Autoren

Vom 23. - 27. März 2000 saßen die ersten Autorinnen und Autoren auf dem Blauen Sofa – darunter John von Düffel. Nach der Absage der Leipziger Buchmesse im 20. Jubiläumsjahr, bat das Sofa-Team neunzehn Autor*innen sowie die Aufbau-Verlegerin Constanze Neumann auf  #DasBlaueSofaDigital (also für jedes Sofa-Jahr eine Persönlichkeit). Sie sprachen über ihre neuen Bücher und über die Bedeutung der Buchmesse. Auf den Autorenseiten auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Autorinnen und Autoren, ihren Büchern sowie einen Link zum Gespräch.

Abbas Khider

Autor:in

Abbas Khider

Abbas Khider, 1973 in Bagdad geboren, wurde mit 19 Jahren wegen politischer Aktivitäten im Irak verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 und hielt sich als "illegaler Flüchtling" in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien "Der falsche Inder". Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, zuletzt wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis, dem Hilde-Domin-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt. Außerdem war er 2017 Mainzer Stadtschreiber. Abbas Khider lebt zurzeit in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm "Die Ohrfeige" (2016) und "Deutsch für alle" (2019).

©  Peter-Andreas Hassiepen

Palast der Miserablen

Aktuelles Buch

Palast der Miserablen

Hanser Verlag

ET: 17.2.2020 | ISBN 978-3-446-26565-3 | Hardcover | 320 Seiten | 23 EUR

Shams Hussein ist ein normaler Junge mit ganz normalen Träumen. In der Hoffnung auf ein friedlicheres Leben ziehen seine Eltern mit ihm und seiner Schwester aus dem Süden des Irak nach Bagdad. Doch aus dem Streben nach einer besseren Zukunft wird in dem von Saddam Hussein beherrschten Land schnell ein Leben in existenzieller Not. Die Familie wohnt neben einem riesigen Müllberg, Shams arbeitet als Plastiktütenverkäufer, als Busfahrergehilfe, als Lastenträger. Und er liebt Bücher. In einer Zeit jedoch, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, begibt er sich damit in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht.